3

Barockes Prozessionskreuz
Dieses zum Teil restaurierte etwa drei Meter hohe Wegekreuz aus rotem Sandstein stammt vermutlich aus dem 18. Jahrhundert. Es gehört seit Generationen zu den Stationen traditioneller katholischer Prozessionen. Noch heute wird es zum Fronleichnamsfest mit einem Blütenteppich geschmückt.
Die Sakramentsnische mit Muschel, der Engelskopf mit Flügeln und die großen seitlichen Spiralen sind typische Elemente des Barock. Sie symbolisieren den Glaubensweg als eine Pilgerreise unter göttlichem Schutz. Das Relief der Weintrauben erinnert an das Sakrament der Eucharistie, das Abendmahl, und damit an die bleibende Gegenwart Christi.
Der Kreuzaufsatz zeigt als Relief den gekreuzigten Christus mit geneigtem Haupt, Dornenkrone und seitlich geknotetem Lendentuch – ausdrucksstark und schmerzlich als Zeichen der Erlösung. Heute wirkt das Kreuz schlicht und streng – und ist vielleicht gerade deshalb besonders bewegend.
Bei KUNSTamWEG wird nur dieses Kreuz beispielhaft als Kunststation aufgeführt. Vier weitere, nicht eigens aufgeführte große Sandsteinkreuze stehen neben der Kirche [9], am Haus für Lehrerfortbildung [13], auf dem Friedhof (Nähe [22], Sternenstaub) und an der St. Vither Straße / Beginn Burgstraße neben der Bushaltestelle.



