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Karl Schuberth und Uta Tauber
Januskopf
In diesem Haus wirkte der Gold- und Silberschmied Karl Schuberth (1903-1983) als vielseitiger und überregional bekannter Kunsthandwerker. Hier entstanden mit bis zu 13 Beschäftigten für private und öffentliche Auftraggeber kleine und große Objekte, vorwiegend in Bronze, Messing und Email. Im Jahr 1980 übernahm seine langjährige Mitarbeiterin, die Email- und Metallbildnerin Uta Tauber (* 1940) die Werkstatt und schuf bis zum Jahr 2000 zahlreiche weitere Kunstobjekte.
Die Giebelseite des Hauses schmückt ein auf Grauwacke in Email gefertigter Januskopf von Karl Schuberth. Schuberth wollte mit dem zweigesichtigen Gott Janus die Zwiespältigkeit des Lebens zeigen: ein Gesicht blickt zurück, das andere nach vorn – Sinnbild für Anfang und Ende, Wandel und Beständigkeit. Als Sinnbild menschlicher Gegensätze lädt der Kopf ein, über Vergangenheit und Zukunft, Reden und Schweigen, Bewegung und Ruhe nachzudenken.



